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Verfallstag wirft DAX wieder unter 18000 | Wall Street spürt Inflation | Tradingideen am Freitag 15.03.2024

Verfallstag wirft DAX wieder unter 18000 | Wall Street spürt Inflation | Tradingideen am Freitag 15.03.2024

2024/03/15
08:14
Andreas Bernstein

Andreas Bernstein

Daily Market Report, JFD Research

18000 erneut eine schwere Hürde

Zum Verfallstag heute dürften die runden 100er-Marken im DAX oder gar die ganz große 1.000er-Marke im Fokus stehen. Wenn die Terminkontrakte des DAX-Future um 13.00 Uhr verfallen, wird es in der Regel volatil. Eine erste Annäherung an diese Marke sahen wir mit einem fast punktgenauen Treffer am Mittwoch und skizzierten das Level in der Vorbörse mit diesem Bild aus der Morgenanalyse zum 13.03.2024 (Rückblick):

Der Rücklauf erfolgte prompt und damit auch ein neuer Anlauf am Donnerstag, da eine solch wichtige Marke mehrfach angelaufen wird. Das Momentum ist im Gleichlauf mit neuen Allzeithochs nicht zu unterschätzen!

Entsprechend stellte erst nach der Berührung an der Marke am Morgen des Donnerstags eine Short-Order ein, die an der Trendlinie fixiert wurde. Mit der Ausführung gab es dann einen Short-Trade in Richtung der Vortagestiefs im Format DAXlive zu sehen:

Mit einem nachgezogenen Stopp konnte der Gewinn realisiert werden, bevor der Markt wieder Fahrt zur Oberseite aufnahm und die Hochs ausbaute. Ein nachhaltiger Ausbruch über 18000 scheiterte jedoch an den US-Daten. Die Erzeugerpreise zeigten eine Zunahme der Inflation und damit ähnlich wie die Verbraucherpreise am Dienstag nachdenkliche Daten auf, welche in Bezug auf die erste Zinssenkung durchaus nun eine weitere Verschiebung zulassen können.

Während die US-Märkte direkt zum Handelsstart stark abgaben, durchlief der DAX die komplette Vortagesrange und brach dann auf der Unterseite aus.

An den Trendlinien hat sich nichts geändert, da diese im mittelfristigen Chartbild weiter entfernt verankert sind:

Mit genau 17.899 Punkten wurde das Tagestief somit 140 Punkte unter dem neuen Rekord vom Vormittag notiert. Per Schlusskurs gab es nur leichte Abschläge, da wir bereits am Morgen stark gestartet waren.

Anhand der Handelsdaten der Börse Frankfurt ist das Auf und Ab sehr gut nachzuvollziehen:

Ist die nächste Station zum Verfallstage heute die 17.900 oder doch wieder die 18.000? Technisch ist das alte Allzeithoch aus der zweiten Märzwoche eine Anlaufstelle, die wir im Trading mit auf der Agenda haben sollten:

Nun kommen wir zu einem Update der US-Marktbewegung und im Anschluss auf die DAX-Vorbörse.

Wall Street Inflationsdaten wirken

Zunächst sah es in der US-Vorbörse wie auch am Dienstag aus, als wenn die Inflationsdaten keine starke Auswirkung hätten. Doch bereits nach den ersten Minuten des Handels setzte sich der Verkaufsdruck durch und die Kurse fielen deutlich. Eine starke Zwischenerholung und auch noch einmal die Erholung in der letzten Handelsstunde dämmten das Minus ein wenig ein. Dennoch blieb es bei negativen Reaktionen am US-Markt:

Dies zeigt die Übersicht der Indizes auf:

Mit Blick auf den Nasdaq bleibt damit weiterhin die 18.000 im Fokus. Vielleicht ist dies ein Hinweis auf den heutigen Verfall am Abend?

Was macht der DAX heute daraus?

DAX-Vorbörse am Freitag

Der gestrige Rücklauf am Nachmittag hat den Endloskontrakt recht genau an die alten Hochpunkte aus Anfang März gebracht. Dort skizziert sich bei den JFD-Indikationen eine erste Unterstützung:

Dort spekuliere ich auf eine Gegenbewegung, sollten sich die US-Futures stabil zeigen.

Auf welche Termine ist im heutigen Handel zu achten?

Termine zum Freitag 15.03.2024

Zum Wochenausklang stehen zunächst die Großhandelspreise als Index für Deutschland auf der Agenda. Eine Stunde vor dem Wall Street Start werden dann die Exportpreise und Importpreise aus den USA erwartet. Parallel dazu der NY Empire-State-Produktionsindex.

Über die Industrieproduktion und die US-Kapazitätsauslastung kommen wir dann zum letzten Handelstag der Woche, an dem auch das Uni Michigan Verbrauchervertrauen veröffentlicht wird.

Damit wünsche ich uns im Handel vorab viel Erfolg.

Dein Andreas Bernstein

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