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So schnell löst der DAX seine Range auf: Allzeithoch lockt zum Wochenausklang

So schnell löst der DAX seine Range auf: Allzeithoch lockt zum Wochenausklang

2023/07/28
06:42
Andreas Bernstein

Andreas Bernstein

JFD Research, Technical Analysis

Zum Ende der Woche kann vermeldet werden, dass der DAX sich aus seiner Seitwärtsphase befreit hat. Dies geschah fast schon über einen Umweg, denn zunächst "täuschte" er auf der Unterseite einen Ausbruch an und erreichte am Mittwoch kurz die 16.000er-Region. Doch letztlich gelang der Sprung aus diesem schon zum Wochenstart am 24.07.2023skizzierten Chartbild erst mit dem EZB-Impuls (Rückblick):

 

 

 

Bevor wir uns dies im Chartbild ansehen, gehen wir noch einmal auf den Morgen ein. Denn dieser verlief nach einem ähnlichen Muster, wie schon an den Vortagen. Starke Kurse in der Vorbörse wurden abverkauft und das neu entstandene GAP dann auch wieder zügig geschlossen. Ab diesem Bereich entschied ich mich für das Eingehen einer Long-Positionierung, wie hier zu sehen ist:

 

 

 

Die Kurse zogen sehr genau ab diesem Punkt (etwas tiefer liegend als mein Einstieg, bei 16.131 ganz genau) an und erreichten bis zum Mittag auch wieder die vorbörslichen Hochs. Beide Positionen konnten im Gewinn verkauft werden.

Im weiteren Verlauf wurde die 16.200 also erneut erreicht und diesmal auch der komplette Widerstandsbereich bis 16.250 Punkten übersprungen. Das Momentum setzte sich bereits vor der EZB-Entscheidung, die Zinsen auch im Euroraum anzuheben, weiter fort. Als nächste technische Hürde hatten wir dabei die 16.300 skizziert, an die der Index sehr zügig heranlief und dort bereits zum EZB-Entscheid stand (Rückblick Big Picture vom Mittwoch 26.07.2023):

 

 

 

Hier war kaum eine Gegenreaktion zu erkennen. Dazu schrieb ich am Mittwoch im Ausblick:

 

 

 

Ein weiteres Ansteigen würde im Big Picture dann die 16.300 und darüber das Allzeithoch in den Fokus der Marktteilnehmer:innen rücken.

 

 

 

Auch diese Region konnte übersprungen und somit das Momentum bis nahe des Allzeithochs aus dem Juni ausgereizt werden:

 

 

 

Damit zeigte sich mit dem Ausbruch aus der eingangs skizzierten blauen Seitwärtszone ein sehr dynamischer Verlauf, der im mit den Daten der Börse Frankfurt im Abgleich den stärksten Tag des Monats darstellte:

 

 

 

Wir gehen nun mit der 16.300 als Unterstützungszone und dem Allzeithoch als einzigen Widerstand auf der Oberseite beim Chartbild in den letzten Handelstag dieser Woche:

 

 

 

Der Handel in den USA lief ebenso stark an, ließ dann jedoch an Dynamik wieder nach. Die schauen wir uns hier noch einmal gesondert vor dem DAX-Ausblick an.

 

 

Blick auf die Achterbahnfahrt an der Wall Street und DAX-Vorbörse

 

 

Bei den US-Indizes standen die Vorzeichen zunächst auch auf weiter ansteigende Kurse. GAPs zur Eröffnung und ein weiteres Ansteigen insbesondere im Nasdaq ließen zunächst das Szenario zu, einen starken Trendtag zu erleben. Doch bereits in der ersten Handelsstunde brachen die kleinen Trends ind en Zeiteinheiten und Schwäche kam auf. Dies setzte ich mittels Stopp-Sell-Orders auf der Short-Seite wie folgt um:

 

 

 

Im weiteren Verlauf konnten die eingegangenen Positionen alle positiv gemanagt werden:

 


 

 

Der Nasdaq schloss sogar das GAP und fiel damit auf den Unterstützungsbereich zurück, den wir vor dem FED-Event schon ausgebildet hatten:

 

 

Aus den "gewohnten" Pluszeichen beim Dow Jones wurde nach 13 Tagen Anstieg nun auch ein Minus und dieser Trend ist damit gebrochen. Die Auflistung der Schlusskurse ist hier in Summe zu sehen:

 

 

 

Für den DAX ist daher zum Freitag erst einmal die Konsolidierung des gestrigen Anstiegs zu erwarten. 16.300 als Region ist dabei eine Unterstützung in der Vorbörse und die aktuell wichtige Schwelle, welche darüber entscheidet, ob wir uns erneut mit Schwung dem Allzeithoch annähern oder der gestrige Move eine EZB-Eintagsfliege darstellt:

 

 

 

Auf welche genauen Uhrzeiten gilt es heute zu achten?

 

 

Termine zum Wochenausklang 28.07.2023

 

 

Am Morgen erwarten wir das BIP aus Deutschland und das EU-Verbrauchervertrauen. Wichtigste Zahl dürfte dann aber 14.00 Uhr der Verbraucherpreisindex aus Deutschland sein.

 

 

Für den US-Handel ist der PCE Kerndeflator um 14.30 Uhr wichtig. 16.00 Uhr folgen noch die Inflationserwartung der Uni Michigan und am Abend wie gewohnt die Auswertung der COT Daten.

 

 

Damit wünsche ich uns beim gleich startenden Handel vorab viel Erfolg.

 

 

Dein Andreas Bernstein

 

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