Gewöhnung an eine neue Range im DAX?
Die Wochenmitte startete nahezu unverändert. Der Leitindex an der Deutschen Börse hatte nach der Überwindung des Abwärtstrends zunächst noch einmal die breite Unterstützung dieser Woche um 15.880 getestet (blaue Zone im Rückblick):

Abwärtstrend im DAX überwunden
Bevor er über die Mittagszeit zur 15.900 zurückfinden konnte und wenig später auch in die Gewinnzone lief. Dies erfolgte eher ruhig und mühsam. Fehlende Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten dafür, dass der Handel ohne größere Impulse stattfinden musste. Zwar gab es noch Quartalszahlen und Unternehmensmeldungen (Walmart, Target) doch insgesamt dominierte das Warten auf das FOMC-Protokoll der US-Notenbank FED, welches jedoch erst nachbörslich auf der Agenda stand.
Technisch wechselte der Index somit vom Abwärtstrend in der ersten Wochenhälfte in einen Aufwärtstrendkanal:

Wechsel der Trends im DAX
Übergeordnet wurde der Aufwärtstrend der letzten Woche beibehalten, wie hier skizziert ist:

Mittelfristiger DAX-Trend
In der Spitze konnte sogar das GAP, welches noch zu Freitag im Markt verankert ist, fast geschlossen werden. Das Hoch lag gestern mit 15.969,85 Punkten nur 7 Punkte davon entfernt oder 30 Punkte vor der runden 16.000er-Marke. Ein Bereich, der weiterhin Anziehungskraft ausübt.
Bei nur 100 Punkten Volatilität ließ sich daher auch gestern wieder eher in den kleinen Zeiteinheiten das Trading vollziehen. Auf größere Signale muss man weiterhin warten.
Folgende Rahmendaten sind im regulären Handel damit verzeichnet worden:
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Eröffnung |
15.935,21 |
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Tageshoch |
15.969,85 |
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Tagestief |
15.872,99 |
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Vortageskurs |
15.921,95 |
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Schlusskurs |
15.965,97 |
Setzt sich diese ruhige Börsenphase in der skizzierten Bandbreite auch am Donnerstag fort?
Handelsideen nach dem FOMC-Protokoll
Nach 20.00 Uhr erfolgte dann an den Wall Street eine klare Richtung. Die Kurse sanken, nachdem das FOMC-Protokoll veröffentlicht worden war. Es bestätigte die Uneinigkeit innerhalb der FED über den weiteren Kurs der US-Notenbank. Erhebliche Differenzen unter den "Dollar-Wächtern" zeigen, dass eine lockere Geldpolitik zwar weiter notwendig zu sein scheint, aber die Schäden auf dem US-Arbeitsmarkt auch ohne die FED bereinigt werden könnten. Kommt es nun zu einem baldigen Rücklauf der Anleihenkäufe? Immerhin notiert die Inflation im Juli mit 5,4 Prozent auf einem sehr hohen Niveau.
Diese Verwirrung war nicht gut für die US-Kurse. Sie fielen durch die Wochentiefs und hinterließen auch im DAX rote Signale. Im Endloskontrakt ist der Rücklauf sehr gut sichtbar:

Nachthandel negativ im DAX
Damit stehen wir in der Vorbörse an der breiteren Unterstützung von 15.850 Punkten, an der wir uns in den letzten Tagen immer wieder stabilisierten:

Signale aus der DAX-Vorboerse
Hält der Bereich wieder, sind die ersten Ziele auf der Oberseite erneut 15.910 Punkte - fällt die Unterstützung, ist mit einem Peak auf 15.811 bzw. die breite Zone 15.800 als ehemalige Widerstandszone zu rechnen. Dies würde nicht nur einem Bruch des mittelfristigen Abwärtstrends heute entsprechen, sondern auch einem weiteren Test dieser Zone:

Rücklauf zur Supportzone im DAX?
Wirtschaftsdaten am 19.08.2021
Zwei wichtige Uhrzeiten sind heute im Wirtschaftskalender verankert. Am Vormittag wird 10.00 Uhr die EU-Leistungsbilanz und das Wirtschaftsbulletin veröffentlicht.
14.30 Uhr stehen dann mit den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenunterstützung weitere Informationen vom US-Arbeitsmarkt auf der Agenda. Parallel wird der Philly-Fed-Herstellungsindex im Fokus stehen.
Damit wünsche ich uns zum Start des Handels am Deutschen Aktienmarkt heute viel Erfolg. Wir sehen uns gleich hier im Video noch einmal.
Dein Andreas Bernstein
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