Momentum weiter hoch
Der EZB-Tag hielt keine großen Überraschungen parat, aber wieder hohe Volatilität. Gleich zum Handelsstart wurde das Tief der Vortage unterschritten und damit auch das Monatstief aus dem Monat August. Wir eröffneten den XETRA-Handel an der 15.500er-Schwelle.
Der Index rutschte somit durch das alte Gap vom 3. August und hatte folgenden Bereich aus der gestrigen Analyse zum Ziel (Rückblick):

Support im DAX-Stundenchart am 09.09.2021
Recht genau kam er dort zum Stehen und drehte fast ebenso dynamisch. Ein Bereich, den ich nicht nur gestern in der Analyse skizzierte, sondern auch im Trading umsetzte. Dies ist hier noch einmal im Zusammenhang mit der gleichen Analyse meines Kollegen Marcus Klebe in diesem Video live zu sehen: https://youtu.be/zI5TrDWn180
Das Tief wurde somit mit 15.453 markiert und für den Rest des Handelstages nicht mehr gesehen. Denn ab da drehte das Sentiment in Richtung EZB-Sitzung, zu der zeitlich genau das morgendliche Eröffnungs-Gap wieder geschlossen werden konnte:

DAX-Gapclose am 09.09.2021
An den Zinsen änderte sich nichts, doch die Geschwindigkeit der Anleihenkäufe soll verringert werden.
Harte Fakten lieferte die EZB auch mit. So wurde die Inflationserwartung für das Gesamtjahr über 2 Prozent gehoben, aber auch das Wirtschaftswachstum mit 5 Prozent für die EU entsprechend neu justiert.
Dieser Mix und vielleicht auch die Ruhe, mit der die EZB weiterhin durch die Krise steuert, haben den Markt letztlich in den Gewinn verholfen und diesen Tagestrendkanal etabliert:

DAX-Trend etabliert am 10.09.2021
Die Volatilität blieb dabei weiter hoch und notierte über 200 Punkten.
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Eröffnung |
15.499,45 |
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Tageshoch |
15.687,27 |
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Tagestief |
15.453,96 |
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Vortageskurs |
15.610,28 |
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Schlusskurs |
15.623,15 |
Was bedeutet diese Trendumkehr am EZB-Tag konkret für die weitere Entwicklung?
DAX-Tradingideen zum Wochenausklang
Die Gedanken über die Kurslücke vom Wochenstart können wir zur Seite legen - es ist geschlossen. Damit haben wir nur noch diese Kurslücke im Chartbild zurückgelassen, die den aktuellen Bereich als eine "Insel" abtrennt:

DAX-Gaps bis zum 10.09.2021
Der Trigger dahin könnte an der 15.700 stattfinden. Dazu bedarf es somit eines Schubs über das gestrige Hoch, was in diesem Bereich verankert war. Immerhin markiert diese Schwelle auch die Abwärtstrendlinie der letzten Handelstage und damit vorerst den Deckel der größeren Bewegung:

DAX-Trend bis zum 10.09.2021
Als konkrete Entscheidungsmarke sehe ich für den Freitag den Bereich um 15.600 erst einmal an. Dort verlief zum Mittwoch das "Doppeltief" intraday und von hier aus könnte eine größere Erholung auch wieder starten:

DAX-Entscheidungsbereich am 10.09.2021
Im Nachthandel hatten wir zunächst Kurse unter dieser Zone, können uns am Morgen jedoch darüber etablieren:

DAX-Vorbörse am 10.09.2021
Wirtschaftsdaten am 10.09.2021
Der Freitag steht im Zeichen weiterer Inflationsdaten. Mit den Verbraucherpreisen aus Deutschland starten wir 8.00 Uhr.
Gegen 11.30 Uhr wird erneut EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Rede halten. Im Rahmen des Ecofin Treffens sind daher womöglich weitere Ausgestaltungen der EZB-Gedanken zu erwarten.
Am Nachmittag sind dann die US-Erzeugerpreise 14.30 Uhr die "Zahl des Tages". Davon erhoffen sich Marktteilnehmer neue Impulse für die Beurteilung der US-Inflation.
16.00 Uhr folgen die Großhandelsinventare und 21.30 Uhr runden die CFTC-Daten diese Handelswoche an der Wall Street ab.
Damit wünsche ich uns zum Start des Handels am Deutschen Aktienmarkt gleich viel Erfolg.
Dein Andreas Bernstein
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