Vor einer Woche schüchterte der Wochenstart die Aktienmärkte ein. Darauf war man nun auch wieder gefasst und hatte bereits am Freitag massive Verkäufe gesehen. Nicht nur an der Wall Street, wo vor dem heutigen Feiertag das Thema "Sicherheit" eine große Rolle spielte, sondern auch im DAX, der die 15.000 und damit die Region vom Montag wieder erreichte:

20220218 DAX Xetra Wochenausklang
Technisch weiterhin im Abwärtstrend, der am Mittwoch erneut gehalten hatte. Damit zog sich der übergeordnete Trend weiter hin und deckelte den Markt:

20220218 DAX Xetra Stundenchart
Es mag verlockend klingen, diesen Bereich immer wieder als festen Boden anzusehen. Immerhin hatten die letzten Tests alle eine sehr starke Gegenbewegung gezeigt. Allein 700 Punkte in der vergangenen Woche, doch werden die Gegenbewegungen im Zeitablauf immer geringer.
Es steigt dabei die Gefahr, dass wir den Support irgendwann brechen, auch wenn er noch so gut ausschaut:

20220220 DAX Xetra Big Picuture
Seit 10 Monaten hat die 15.800 als unterster Support im Xetra-DAX und im Future gehalten. Eine Unterschreitung würde damit eine Menge Stopp-Orders in den Markt spülen und den Druck verstärken. Technische Ziele sind dann erst wieder bei 14.400 oder 14.000 zu finden.
Doch wir hoffen natürlich weiterhin auf eine friedliche Deeskalation in der Ukraine-Krise und damit auf ein Halten der 15.000. Beide Faktoren würde ich hier in engen Zusammenhang bringen und entsprechend beobachten. So auch gerade in der Vorbörse.
Im Nachthandel und im Wochenendhandel (per Indikation bei einigen Brokern) standen wir unter 15.000 Zählern. Hier galt dann wohl erneut das Motto "Buy the dip" und somit das Kaufinteresse von einigen Marktteilnehmern. Aktuell notieren wir sogar über 15.100 Punkten:

20220221 DAX Vorboerse
Damit hat bisher der große Support wieder gehalten, den wir uns im XETRA-Chartbild angesehen hatten:

20220221 DAX Vorboerse Support
Sollte diese Schwung zum Xetra-Start fortgesetzt werden, ist ein Berühren der kleineren Abwärtstrendlinie im Endloskontrakt ein adäquates Ziel:

20220221 DAX Vorboerse Trend
Ohne die Marktteilnehmer aus den USA mit geringem Volumen also eine Variante, die vor dem Hintergrund der weiteren Entspannung in der Ukraine-Krise (es soll wohl ein Gipfeltreffen geben) und nachgebendem Goldpreis realistisch ausschaut.
Die Krisenwährung Gold war in der Vorwoche knapp über 1.900 US-Dollar geklettert und galt als weiteres Anzeichen der Unsicherheit für die Aktienmärkte. Von der Seite kam heute Morgen mit Kursen unter 1.890 US-Dollar ein wenig Entspannung in das Marktgeschehen.
Aus dem Wirtschaftskalender sind zum Wochenstart vornehmlich Termine aus Europa verzeichnet.
8.00 Uhr wird der Erzeugerpreisindex aus Deutschland und 9.30 Uhr der Einkaufsmanagerindex der Dienstleistungen ebenfalls aus Deutschland veröffentlicht.
10.00 Uhr folgend diese Daten auf EU-Ebene zusammen mit dem Markit PMI Gesamtindex.
Da in den USA heute Feiertag ist, gibt es nur eine Rede aus dem Fed-Umfeld am Nachmittag auf der heutigen Agenda zu beachten.
Weitere Quartalszahlen aus den USA können den Markt dann im Wochenverlauf neue Impulse geben.
Damit wünsche ich uns zum Start in die neue Handelswoche schon jetzt viel Erfolg.
Dein Andreas Bernstein
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