Trotz gestiegener Erzeugerpreise aus den USA, Rekorde auf die letzten Jahrzehnte bei den Großhandelspreisen in Deutschland und weitere kritischen Wirtschaftsdaten, die allesamt eine fortschreitende Inflation anzeigen, sind die Märkte recht stabil geblieben.
Ein Teil davon war bereits erwartet worden und die Hoffnung ist groß, dass die US-Notenbank mit ihrer Politik die Gesamtlage im Griff und die richtigen Mittel einsetzt. Richtig im Sinne eines gesunden Wirtschaftswachstums und damit dem Wohlstand aller Marktakteure. Ob hier die Sparer am Ende die Verlierer sind, ist ein anderes Thema.
Ich möchte mich auf das große Bild fokussieren, was nach einem kurzem Dip unter 15.800 wieder "abgefangen" wurde und damit als Szenario die größere Range nicht durchlaufen wurde:

DAX Big Picture 12 Monate
Vielmehr prägten wir eine neue Range, die in den vergangenen Tagen durch die Versuche auf der Oberseite über 16.060 Punkten und unter 15.850 entsprechende Bandbreiten ausbildeten:

DAX-Wochenverlauf im Endloskontrakt zum 16.01.2022
Darüber hatten wir in der Wochenanalyse ausführlich gesprochen. Schau gern noch einmal das Video vom Sonntag 16.01. dazu an.
Der Freitag hatte eher die Unterseite noch einmal getestet, an der geringen Vola von rund 140 Punkten aber seit Tagen wenig geändert.
Diese Tagesparameter wurden im XETRA-Handel aufgezeichnet:
|
Eröffnung |
15.929,37 |
|
Tageshoch |
15.970,70 |
|
Tagestief |
15.833,73 |
|
Vortageskurs |
16.031,59 |
|
Schlusskurs |
15.883,24 |
Neben diesen horizontalen Zonen sind auch die Kurslücken zu beachten. Sie liegen im DAX über 16.156 und unter 15.833 Punkten verankert. Genau an dieser Unterseite verläuft auch ein Aufwärtstrend, der ab dem Dezembertief skizzierbar ist:

DAX-XETRA Stundenchart mit Gaps im Blick zum 16.01.2022
Bleiben wir damit in der Bandbreite oder gelingt es dem DAX, sich für eine nachhaltige Richtung zu entscheiden? Dies wird die grobße Frage zum Wochenstart sein.
Kann man zum Wochenstart dazu eine genauere Aussage treffen?
Am Freitagabend stabilisierten sich die US-Aktien etwas. Der Nasdaq schaffte es sogar, auf einen positiven Wochensaldo zu kommen. Der Dow Jones litt jedoch unter den ersten Quartalszahlen des Bankensektors. JP Morgan und Wells Fargo standen am Ende des Rankings der Dow Jones Werte und konnten trotz guter Zahlen die Erwartungen der Anleger nicht ganz erfüllen.
So schaffte es der DAX dennoch zum Freitagabend die gesamte Tagesspanne zu durchlaufen und nachbörslich nahe dem Tageshoch zu schliessen. Dieser Schwung setzte sich jedoch zum Wochenstart nicht fort. Wir liefen nun wieder an die 15.900 zurück:

DAX-Vorboerse schwankt zum Wochenwechsel am 17.01.2022
Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass wir ein neues Gap erhalten und wenn, dann zumindest keines in einer Größenordnung, die uns im Stundenchart ins Auge fällt.
Auch im Endloskontrakt lässt sich eine Bandbreite an Bewegungen einzeichnen. Sie gibt eine erste Orientierung für das Range-Trading:

DAX-Vorboerse Begrenzung am 17.01.2022
An diesen Begrenzungen werde ich versuchen, antizyklische Positionen aufzubauen. Noch dazu, weil heute ohne die Marktteilnehmer aus den USA der Handel vollzogen wird und das Volumen zumindest am Nachmittag dann ausdünnt.
Dennoch wird es den Livetradingroom mit Marcus Klebe um 15.30 Uhr geben, bei dem es neben Theoriewissen auch die Marktbesprechung von Währungen und Aktien zum Inhalt gibt.
Aus dem Wirtschaftskalender sind am heutigen US-Feiertag wenige Termine sichtbar.
Aus Japan hatten wir bereits Daten und das Treffen der Eurogruppe startet heute.
Um 10.00 Uhr folgt die Industrieproduktion aus Italien und 12.00 Uhr der Monatsbericht der Bundesbank.
Für den Nachmittag kann man auf die Daten aus Kanada blicken, wenn man beispielsweise im Rohstoffsektor engagiert ist. Denn dort notieren viele Explorer-Aktien.
Damit wünsche ich uns zum Start in die neue Handelswoche viel Erfolg.
Dein Andreas Bernstein
Die JFD Bank bietet ausschließlich beratungsfreie Dienstleistungen an. Der Inhalt dieser Analyse enthält keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf auch nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten oder -produkten dar. Die JFD Bank haftet nicht für Schäden, welche auf einzelne Kommentare und Aussagen auf Analysen von der JFD Bank zurückzuführen wären / sind und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des dargestellten Inhaltes. Somit trägt der Anleger ausschließlich alleinverantwortlich das Risiko für seine Anlageentscheidungen.
Die dargestellten Analysen und Kommentare enthalten keine Berücksichtigung Ihrer persönlichen Investitionsziele, Ihrer finanziellen Verhältnisse oder Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht gemäß der gesetzlichen Vorschriften für Finanzanalysen erstellt und muss daher vom Leser als Marketinginformation angesehen werden. Die JFD Bank untersagt die Vervielfältigung oder Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung.
FX und CFDs sind gehebelte Produkte. Sie sind nicht für jeden Anleger geeignet, da sie ein hohes Maß an Risiko für Ihr Kapital bergen und dieses verlieren können. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Risiken verstehen.
Hinweis:
Bei den Inhalten, die wir zur Verfügung stellen, handelt es sich nicht um Anlageberatung oder Anlageempfehlungen (und sie sollten auch nicht als solche verstanden werden). Sie stellen in keiner Art und Weise eine Einladung dar, finanzielle Instrumente oder Produkte zu erwerben. Die JFD-Unternehmensgruppe sowie deren Partner, Agenten, Direktoren, leitende Angestellte und Mitarbeiter sind nicht für Schäden verantwortlich, die durch individuelle Kommentare oder Aussagen von JFD-Analysten verursacht werden könnten und sie übernimmt keine Verantwortung im Hinblick auf die Vollständigkeit und Richtigkeit der präsentierten Inhalte. Der Investor ist allein verantwortlich für das Risiko seiner Anlageentscheidungen. Daher sollten Sie, falls Sie es für notwendig erachten, relevanten, unabhängigen Rat bezüglich der von Ihnen beabsichtigten Investments einholen. Die präsentierten Analysen und Kommentare berücksichtigen weder Ihrer persönlichen Anlageziele noch Ihre finanziellen Umstände und Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen an Finanzanalysen angefertigt und muss daher vom Leser als Marketing-Information verstanden werden. JFD untersagt die Vervielfältigung oder Publikation ohne ausdrückliche Genehmigung.
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente und bergen aufgrund des Hebels ein hohes Risiko für schnelle Verluste. 68,02 % aller Privatanlegerkonten verlieren beim Handel von CFDs mit dem Unternehmen Geld. Denken Sie bitte nach, ob Sie über genügend Verständnis von CFDs verfügen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Kapitalverlustrisiko einzugehen. Bitte lesen Sie den vollständigen Risikohinweis (https://www.jfdbank.com/de/rechtliches/risikohinweis)

