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DAX-Morgenanalyse am 17.01.2022 zum Wochenstart an der 15.900 mit einem US-Feiertag

DAX-Morgenanalyse am 17.01.2022 zum Wochenstart an der 15.900 mit einem US-Feiertag

2022/01/17
08:52
Andreas Bernstein

Andreas Bernstein

JFD Research, Technical Analysis

Trotz gestiegener Erzeugerpreise aus den USA, Rekorde auf die letzten Jahrzehnte bei den Großhandelspreisen in Deutschland und weitere kritischen Wirtschaftsdaten, die allesamt eine fortschreitende Inflation anzeigen, sind die Märkte recht stabil geblieben.

 

Ein Teil davon war bereits erwartet worden und die Hoffnung ist groß, dass die US-Notenbank mit ihrer Politik die Gesamtlage im Griff und die richtigen Mittel einsetzt. Richtig im Sinne eines gesunden Wirtschaftswachstums und damit dem Wohlstand aller Marktakteure. Ob hier die Sparer am Ende die Verlierer sind, ist ein anderes Thema.

 

Ich möchte mich auf das große Bild fokussieren, was nach einem kurzem Dip unter 15.800 wieder "abgefangen" wurde und damit als Szenario die größere Range nicht durchlaufen wurde:

 

DAX Big Picture 12 Monate

 

Vielmehr prägten wir eine neue Range, die in den vergangenen Tagen durch die Versuche auf der Oberseite über 16.060 Punkten und unter 15.850 entsprechende Bandbreiten ausbildeten:

 

DAX-Wochenverlauf im Endloskontrakt zum 16.01.2022

 

Darüber hatten wir in der Wochenanalyse ausführlich gesprochen. Schau gern noch einmal das Video vom Sonntag 16.01. dazu an.

 

Der Freitag hatte eher die Unterseite noch einmal getestet, an der geringen Vola von rund 140 Punkten aber seit Tagen wenig geändert.

 

Diese Tagesparameter wurden im XETRA-Handel aufgezeichnet:

 

Eröffnung

15.929,37

Tageshoch

15.970,70

Tagestief

15.833,73

Vortageskurs

16.031,59

Schlusskurs

15.883,24

 

 

Neben diesen horizontalen Zonen sind auch die Kurslücken zu beachten. Sie liegen im DAX über 16.156 und unter 15.833 Punkten verankert. Genau an dieser Unterseite verläuft auch ein Aufwärtstrend, der ab dem Dezembertief skizzierbar ist:

 

DAX-XETRA Stundenchart mit Gaps im Blick zum 16.01.2022

 

Bleiben wir damit in der Bandbreite oder gelingt es dem DAX, sich für eine nachhaltige Richtung zu entscheiden? Dies wird die grobße Frage zum Wochenstart sein.

Kann man zum Wochenstart dazu eine genauere Aussage treffen?

 

Am Freitagabend stabilisierten sich die US-Aktien etwas. Der Nasdaq schaffte es sogar, auf einen positiven Wochensaldo zu kommen. Der Dow Jones litt jedoch unter den ersten Quartalszahlen des Bankensektors. JP Morgan und Wells Fargo standen am Ende des Rankings der Dow Jones Werte und konnten trotz guter Zahlen die Erwartungen der Anleger nicht ganz erfüllen.

 

So schaffte es der DAX dennoch zum Freitagabend die gesamte Tagesspanne zu durchlaufen und nachbörslich nahe dem Tageshoch zu schliessen. Dieser Schwung setzte sich jedoch zum Wochenstart nicht fort. Wir liefen nun wieder an die 15.900 zurück:

 

DAX-Vorboerse schwankt zum Wochenwechsel am 17.01.2022

 

Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass wir ein neues Gap erhalten und wenn, dann zumindest keines in einer Größenordnung, die uns im Stundenchart ins Auge fällt.

 

Auch im Endloskontrakt lässt sich eine Bandbreite an Bewegungen einzeichnen. Sie gibt eine erste Orientierung für das Range-Trading:

 

DAX-Vorboerse Begrenzung am 17.01.2022

 

An diesen Begrenzungen werde ich versuchen, antizyklische Positionen aufzubauen. Noch dazu, weil heute ohne die Marktteilnehmer aus den USA der Handel vollzogen wird und das Volumen zumindest am Nachmittag dann ausdünnt.

 

Dennoch wird es den Livetradingroom mit Marcus Klebe um 15.30 Uhr geben, bei dem es neben Theoriewissen auch die Marktbesprechung von Währungen und Aktien zum Inhalt gibt.

 

Aus dem Wirtschaftskalender sind am heutigen US-Feiertag wenige Termine sichtbar.

 

Aus Japan hatten wir bereits Daten und das Treffen der Eurogruppe startet heute.

 

Um 10.00 Uhr folgt die Industrieproduktion aus Italien und 12.00 Uhr der Monatsbericht der Bundesbank.

 

Für den Nachmittag kann man auf die Daten aus Kanada blicken, wenn man beispielsweise im Rohstoffsektor engagiert ist. Denn dort notieren viele Explorer-Aktien.

 

 

Damit wünsche ich uns zum Start in die neue Handelswoche viel Erfolg.

Dein Andreas Bernstein

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