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DAX-Morgenanalyse am 13.01.2022 erneut an der 16.000er-Schwelle

DAX-Morgenanalyse am 13.01.2022 erneut an der 16.000er-Schwelle

2022/01/13
08:44
Andreas Bernstein

Andreas Bernstein

JFD Research, Technical Analysis

Zum Mittwochmorgen sahen wir bereits einen Aufschwung zur 16.000 und darüber. Dies war erneut der positiven Entwicklung an der Nasdaq geschuldet, welche der DAX direkt nachvollzog.

 

Mit der Eröffnung war das "Pulver" sinngemäß aber dann auch schon wieder verschossen. Als Zielzone hatte ich die 16.050 etwa markiert und definiert, wo es dann schwer werden dürfte (Rückblick):

 

DAX-Endloskontrakt über 16.000 am 12.01.2022

 

Die XETRA-Eröffnung fand bereits bei 16.055 Punkten statt und das Tageshoch lag nur 6 Zähler darüber. Ein weiteres Überschießen und damit eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz seit Montagnachmittag konnte somit nicht vollzogen werden. Auch nicht, nachdem das neu entstandene Gap direkt am Morgen bis auf wenige Punkte geschlossen wurde.

 

Ähnlich wie am gestrigen Tag pendelte der DAX danach seitwärts in der gleichen Bandbreite an Punkten wie am Mittwoch. Dabei stand die 16.000 mehrfach im Fokus und wurde hart umkämpft.

 

Hohe Erwartungen wurden intraday an die US-Wirtschaftsdaten geknüpft. Diese fielen mit 7 Prozent Anstieg bei den US-Verbraucherpreisen enorm hoch aus. Diesen Stand gab es zuletzt im Jahr 1982 in den USA. Inflation bleibt also weiter ein heikles Thema, gegen die die US-Notenbank Fed jedoch bereits eine Strategie ausgegeben hat. Insofern hat die Wall Street dies erstaunlich gut verarbeitet und sogar im Plus notiert.

 

Ohne größere Abgaben konnte der DAX damit zum Handelsende die 16.000 halten und insgesamt einen positiven Tag mit kleiner Kurslücke auf weiterer Aufwärtstendenz absolvieren:

 

DAX-Verlauf sehr ruhig am 12.01.2022

 

Damit bleibt auch übergeordnet der Ausbruch intakt, den wir aus dem Trendkanal am Mittwoch gesehen hatten:

 

DAX sucht Stabilisierung über 16000 zum 13.01.2022

 

Die Rahmendaten des Tages sind in dieser Tabelle aufgezeigt:

 

Eröffnung

16.054,93

Tageshoch

16.061,50

Tagestief

15.955,54

Vortageskurs

15.941,81

Schlusskurs

16.010,32

 

 

Setzt sich dieser ruhige Handel am Donnerstag fort?

 

Ein weiterer Schwung über die 16.060 bedarf einem Impuls. Im Wirtschaftskalender sind dafür heute keine Termine sichtbar, es könnte jedoch in Richtung der US-Quartalszahlen einige Schichtungen geben, die am Markt für Bewegung sorgen. Insbesondere bei den Banken werden alle Äußerungen aus dem Notenbankumfeld sehr feinfühlig aufgenommen und interpretiert.

 

Bremsend wirkten gestern die Verkaufszahlen der Autobauer und allgemein die verhaltenen Technologiewerte, welche die Erholung am Mittwoch noch deutlich anführten.

 

Damit könnte das mittelfristige DAX-Bild vor einem weiteren Test der 15.800er-Region stehen. Diese ist hier gut zu sehen:

 

Mittelfristiges DAX-Bild mit Support am 13.01.2022

 

Auf der Oberseite liegen meine Trigger bei 16.060 und 16.156 Punkten als Gap-Kante vom vergangenen Donnerstag. Die Unterseite dürfte mit Unterschreitung der Vortagestiefs spannend werden. In der Vorbörse nähern wir uns dieser Schwelle bereits an und bleiben damit in einem kleinen Abwärtstrend:

 

DAX-Vorbörse zurückhaltend am 13.01.2022

 

Insgesamt ist der Morgen damit leicht negativ gestaltet und kann ein Gap auf der Oberseite bis zur 16.010 zum Handelsstart in den Fokus rücken:

 

DAX-Vorbörse im Minus am 13.01.2022

 

 

Der Livetradingroom mit dem Gespräch zwischen Marcus Klebe und mir startet heute wieder ab 10.00 Uhr und wird neben Theoriewissen auch die Marktbesprechung von Währungen und Aktien zum Inhalt haben.

 

Direkt danach startet das Webinar zum Forexbull.

Der Wirtschaftskalender lenkt den Fokus am Donnerstag erneut auf das Thema Inflation.

 

Nach dem Wirtschaftsbulletin aus der EU um 10.00 Uhr und einer Rede von De Guindos aus dem EZB-Umfeld 11.30 Uhr blicken wir erwartungsvoll auf die US-Erzeugerpreise.

 

Diese werden 14.30 Uhr parallel zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung vermeldet. Volkswirte gehen vorab von einem Anstieg der Erzeugerpreise um 8 Prozent aus. Damit dürfte sich der Inflationsdruck weiter verschärfen.

 

16.00 Uhr spricht Barnard vor dem US-Senat und könnte ähnlich wie Jerome Powell am Dienstag Das Thema Zinsanhebungen in 2022 noch einmal positiv belegen.

 

 

Damit wünsche ich uns zum Start in den Trading-Donnerstag gleich viel Erfolg. Die Videoversion ist hier abgelegt:

 

Dein Andreas Bernstein

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