Wochenstart im Detail
Zunächst notierte der DAX in der Vorbörse schon an den Hochs, die er im Verlauf der letzten Handelswoche nicht nachhaltig überschreiten konnte. Die 13.240 war daher in der gestrigen Analyse als Widerstand spezifiziert und direkt als wichtige Marke benannt. Davon entfernte sich der DAX gleich zum XETRA-Stand zunächst und fiel sehr dynamisch auf 13.081 Punkte, was bis auf wenige Punkte dem GAP-close zu Freitag entsprach:

DAX-GAP-close am Montagmorgen
Ein Rücklauf an den Eröffnungskurs ließ wieder beide Möglichkeiten eines Ausbruchs offen. Über Mittag kam dann eine neue Covid19-Meldung. Nach recht genau einer Woche, als noch BioNtech mit Pfizer einen potenziellen Wirkstoff präsentierte, zog gestern nun Moderna mit Johnson&Johnson nach. Die Wirksamkeit dieses Medikamentes wurde auf 94,5 Prozent spezifiziert und begeisterte die Anleger direkt. Nicht ganz so stark wie vor einer Woche, da dies ja nun auch das zweite potenzielle Medikament ist.
Es war immerhin der Auslöser für einen Anstieg von rund 100 Punkten. Hierbei wurde die 13.240 kurzzeitig überschritten, das Hoch vom vergangenen Montag jedoch nicht erreicht. Im weiteren Verlauf trat eine Konsolidierung auf diese Meldung hin ein und die Gewinne schmolzen wieder:

DAX-Rücklauf am Abend
Damit hat sich der Widerstand um 13.240 bis zum Vorwochenhoch noch einmal weiter gefestigt:

DAX-Widerstand November
Folgende Daten des Handelstages sind verzeichnet:
|
Eröffnung |
13.170,52PKT |
|
Tageshoch |
13.277,45PKT |
|
Tagestief |
13.081,11PKT |
|
Vortageskurs |
13.076,72PKT |
Wie viele Anläufe an der Oberseite braucht der DAX noch?
Handelsideen für den Dienstag
Mittelfristig sieht die Lage durch die weitere Etablierung des Widerstandes nun schlechter aus. Auch nimmt die Dynamik der Kursbewegungen nach einer solchen Meldung ab. Es tritt eine Art "Gewöhnungseffekt" ein. Weitere Medikamente gegen Covid19 könnten in Zukunft nicht mehr für starke Ausschläge sorgen.
Im Chartbild haben wir recht genau auf einer Trendlinie geschlossen, die den DAX in den letzten Tagen seit dem Test der 13.000er-Region begleitet hat:

DAX-Trendlinie der letzten Tage
Diese Trendlinie könnte nun zum XETRA-Start brechen und danach von unten getestet werden. Denn auch in den USA folgte auf die erste Euphorie dann wieder eine Konsolidierungsphase. In der Nacht baute sich diese aus, so dass wir vorbörslich exakt am Vortagestief stehen, welches im Endloskontrakt bereits mehrfach eine Unterstützung darstellte:

DAX-Vorbörse an Unterstützung
Bricht diese Marke, ist ein erneuter Anlauf zur runden 13.000 das nächste mögliche Ziel. Ein Abprall skizziert sich, sobald wir direkt zum Marktstart hier in Richtung des gestrigen Schlusskurs laufen würden. Als Trigger kann man folgende Trendlinie verankern:

Kurzfristiges Chartbild aus der DAX-Vorbörse
Damit wären dann 13.130 und 13.170 die nächsten Ziele auf der Oberseite. Gerne besprechen wir diese Situation und erste Tagestendenzen wieder ab 10.00 Uhr im Livetrading-Webinar.
Wirtschaftstermine am 17.11.2020
An Wirtschaftsdaten ist am Dienstag vor allem auf 14.30 Uhr mit den Einzelhandelsumsätzen aus den USA zu achten.
Ansonsten reichen sich erneut viele hochrangige Notenbänker sinngemäß das "Mikrofon". EZB-Chefin Lagarde kommen 17.00 Uhr und FED-Chef Powell 19.00 Uhr zu Wort.
Damit wünsche ich uns im heutigen Handel viel Erfolg. Dein Andreas Bernstein (Bernecker1977)
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Analyse geschrieben von Marcus Klebe, Marktanalyst für JFD – Just FAIR and DIRECT
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