EZB-Tag im Überblick
Der Start in den Donnerstag fand wie am Mittwoch schon über der 13.300 statt und konnte hier noch einmal im größeren Widerstandsbereich verlaufen. Einen Anschluss an die starke Bewegung zuvor fand nicht statt, so dass die 13.400 in weitere Ferne rückte.
Vor allem am frühen Nachmittag, nachdem die EZB ihre Ergebnisse der Ratssitzung verkündet hatte und in der Pressekonferenz ein eher zurückhaltendes Bild für die zukünftige Entwicklung der europäischen Wirtschaft skizziert. Entsprechend mutig war das neue Hilfspaket, welches mit 500 Milliarden Euro den expansiven Kurs der Notenbank fortschrieb.
In Summe sind nun 1,85 Billionen Euro bereitgestellt, welche bis zum Jahr 2022 zum Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen genutzt werden. Bislang hatte die EZB erst ein Drittel des im März gestarteten Ankaufprogramms genutzt, die Märkte jedoch damit sehr gut unterstützen können. Dies gelang nach der Veröffentlich erst einmal nicht. Analysten hatten im Vorfeld sogar 600 Milliarden Euro erwartet. Entsprechend enttäuscht reagierte der DAX zunächst und fiel in der alten Range auf das Tagestief von 13.213 Punkte.
Von dort setzte im weiteren Verlauf eine Erholung ein, die jedoch nicht mehr über 13.300 hinwegkam. So zeichnete sich das Bild des gestrigen Handelstages letztlich:

DAX am Donnerstag weiter im Abwärtstrend
44 Punkte Minus standen zum XETRA-Schluss dann im Trendverlauf der letzten beiden Tage zu Buche. Das GAP konnte hierbei wieder geschlossen werden. Die Tagesparameter lauten:
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Eröffnung |
13.341,68PKT |
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Tageshoch |
13.370,44PKT |
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Tagestief |
13.213,06PKT |
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Vortageskurs |
13.340,26PKT |
Übergeordnet stellt sich die Frage, ob wir damit wieder in der Range notieren und diese weiter fortsetzen:

DAX-Range im Fokus
DAX-Ideen zum Wochenausklang
Um diese Frage zu beantworten, ist die 13.300 als Schlüsselmarke genau zu beobachten. Sie bildet die Range-Oberkante und ist nun wieder der aktuelle Widerstand im Markt:

DAX 13.300 als Entscheidungsmarke
Gelingt hier ein Halten dieser Marke, stehen die Chancen auf einen neuen Anlauf zur Oberseite der Widerstandszone bei rund 13.460 Punkten sehr gut.
Fallen wir direkt darunter, würde ich die gestrigen Tiefes an der Zone 13.220 für einen Wochenausklang favorisieren.
In dieser engen Spanne notiert der DAX auch vorbörslich und macht damit wenig Anstalten, hier dynamisch in den letzten Handelstag der Woche zu starten:

DAX-Vorbörse am 11.12.2020
Zwischen Impfstoff-Hoffnung und Rettungspaketen auf der positiven Seite und den weiter steigenden Corona-Infektionszahlen schwankt der Markt und kann bisher keine nachhaltige Richtung aufweisen.
Welche Daten gibt es aus dem Wirtschaftskalender zu vermelden?
Wirtschaftsdaten am 11.12.2020
Die Termine am Freitag sind sehr übersichtlich. Der Europäische Rat tagt weiterhin und im Hintergrund laufen weitere Brexit-Ideen ab.
8.00 Uhr wird der Verbraucherpreisindex aus Deutschland unverändert erwartet und der englische Finanzstabilitätsbericht.
Weitere Aufmerksamkeit gilt dann dem US-Erzeugerpreisindex um 14.30 Uhr und dem Uni Michigan Verbrauchervertrauen um 16.00 Uhr, welches zusammen mit der Nachrichtenagentur Reuters erstellt wird.
Damit wünsche ich uns im heutigen Handel viel Erfolg. Dein Andreas Bernstein (Bernecker1977)
Nach Tagen von massiven Abgaben schaffte es der DAX am Freitag einen kleinen Boden auszubauen und rettete sich nun wieder über die Marke von 12.000 Punkten. Doch ist die „Gefahr“ nun gebannt?
DAX – Leichte Entspannung nach Börsenbeben
Nach den rasanten Abgaben von Montag bis Donnerstag baute der DAX am Freitag zwar ebenfalls nochmals Tiefs aus, konnte sich jedoch in einer Range zwischen 12.000 und 11.730 fangen und schaffte es nun aktuell sogar über diese Zone gen Norden auszubrechen. Eine leichte positive Note somit zu dem sich sonst doch recht düster darstellenden Chartbildes. Es stellt sich nun die Frage, ob die Ängste vor weiterer Coronaentwicklung den Hoffnungen auf Unterstützung überwiegen?
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Grundsätzlich sollte definitiv keine allzu große Euphorie aufkommen, da aus rein charttechnischer Sicht wichtige übergeordnete richtungsentscheidende Bereich noch in weiter Ferne liegen und ein erneuter Rutsch schnell und jeder Zeit unumstritten auftreten kann! Auch sollte die recht hohe Volatilität in Handelsentscheidungen mit einfließen und als Risikofaktor nicht unterschätzt werden. Dennoch sehen wir aktuell Erholung und solange der DAX sich oberhalb der 12.000er Marke halten kann, könnte diese auch weiterhin durchaus Bestand haben. Übergeordnet wären somit Anstiege in Widerstandszonen denkbar, welche dann wiederum für potenzielle Shortsetups sprechen könnten. Wichtig ist aktuell mehr denn je, die Situationen generell nicht überzubewerten und keines Falls emotionale Entscheidungen zuzulassen.
Montag 02.03.2020 – 08:30Uhr - Analyse geschrieben von Marcus Klebe (Analyst, Trader & Vermögensverwalter)
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Analyse geschrieben von Marcus Klebe, Marktanalyst für JFD – Just FAIR and DIRECT
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