Mit der Fortsetzung des Aufwärtstrends am Mittwoch hat der DAX einen weiteren Tag in der Statistik zum "Jahreswechseleffekt" erfüllt und das große Ziel fast erreicht: Allzeithoch. Am Morgen sah es erneut nach einer Konsolidierung aus, die jedoch von den Anlegern mehrheitlich als "Einladung" genutzt wurde.
Dieses Bild skizzierte sich in der Vorbörse der gestrigen Analyse (Rückblick):

Signallage in der DAX-Vorboerse am 05.01.2022
Bereits zum XETRA-Start war das potenzielle Gap verschwunden und der Index startete über dem Dienstagsschluss. Ein schneller Move zu den Hochs vom Dienstag ließen das Trendverhalten im großen Chartbild beibehalten und das Ziel Allzeithoch immer näher rücken. Vor allem die ADP-Daten vom Nachmittag sorgten noch einmal für Schwung am Aktienmarkt.
Im Dezember wurden in der US-Privatwirtschaft mehr als doppelt so viele Stellen geschaffen wie erwartet. Es waren in Summe 807.000 neue Jobs, wie der Jobvermittler ADP zu Protokoll gab.
Die Wall Street vollzog damit zunächst einen schwungvollen Start, der den Deutschen Aktienmarkt noch einmal in Richtung der Allzeithoch beflügelte. Es fehlte am Ende jedoch genau 5 Punkten und vom Schlusskurs aus 19 für einen neuen Rekord.
Das Gesamtbild war positiv und gliederte sich in die vergangenen Tage nahtlos ein:

DAX-Vortagesverlauf am 05.01.2022
Zwar sank die Volatilität dabei wieder auf 124 Punkte Bandbreite zwischen dem Hoch- und dem Tiefpunkt, doch gab es bis zum Abend keine Anzeichen von Schwäche.
Folgende Tagesparameter sind verzeichnet worden:
|
Eröffnung |
16.177,44 |
|
Tageshoch |
16.285,35 |
|
Tagestief |
16.161,72 |
|
Vortageskurs |
16.152,61 |
|
Schlusskurs |
16.271,75 |
Das große Bild blieb intakt, zumindest bis zum XETRA-Ende:

DAX Rallye der letzten Wochen bis zum Xetraschluss 05.01.2022
Was geschah am Abend und wie starten wir in den Donnerstag?
Mit dem FOMC-Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung wurde um 20.00 Uhr die Richtung der Fed noch einmal schriftlich dargelegt. Dabei wurde deutlich, dass die amerikanische Notenbank wegen der robusten Wirtschaftserholung und einer höhere Inflation auch zu früheren und schnelleren Zinserhöhungen als bisher erwartet greifen könnte. So hieß es zumindest in dem Sitzungsprotokoll von Mitte Dezember.
Marktteilnehmer waren erschrocken darüber. Bisher dominierte die Ansicht, mit der Corona-Variante Omikron verschiebt sich die Zinsanhebung etwas nach hinten und vor allem Technologieunternehmen haben weiterhin Spielraum bei der Fremdfinanzierung. Doch genau dort wurden gestern die mehrheitlichen Verkäufe am Abend durchgeführt. Eine Alphabet sank um 4 Prozent und auch eine Tesla kam wieder deutlich unter die "Räder":

20220106 Tesla unter Druck
Dies ging am DAX-Endloskontrakt nicht spurlos vorbei. Der Rücklauf an das Eröffnungslevel wäre noch vor dem Hintergrund des Trendverhaltens in Ordnung gewesen, das Überschiessen jedoch zeigt nun auf, wie schnell eine größere Korrektur erfolgen kann. Genau diese deutet sich hiermit an:

DAX mit starkem Rücklauf im Endloskontrakt zum 06.01.2022
Mit Kursen bei knapp 16.000 Punkten erhalten wir einen Abschlag zum XETRA-Schluss gestern von rund 300 Punkten. Diese Bandbreite hatten wir zuletzt Mitte Dezember am Markt gesehen. Es ist nicht zu erwarten, dass dies bis 9.00 Uhr komplett revidiert werden kann.
Auf der Suche nach Supports oder gar dem nächsten Level in der Korrektur fallen zwei Bereiche direkt ins Auge. Einmal das Dezemberhoch, was wir bereits an den letzten beiden Tagen am Morgen besprochen hatten und um 15.974 Punkte verankert ist, und dann noch der breite Bereich der ehemaligen Range-Kante um 15.800 Punkte.
Beide Unterstützungen habe ich hier dargestellt:

Supports im DAX-Endloskontrakt am 06.01.2022
Die negativen Signale im Chartbild kommen hierbei erst schrittweise, wenn die Trendlinien entsprechend brechen und wenn wir per Schlusskurs auch einen signifikanten Abschlag sehen sollten. Es kann damit heute ein entscheidender Tag werden.
Termine am Donnerstag den 06.01.2022
Die Diskussion mit Marcus Klebe im Livetradingroom über DAX, den Bitcoin, den Goldpreis und über den Währungsmarkt findet wie gewohnt ab 10.00 Uhr statt. Komm gern direkt dazu:
Im Wirtschaftskalender stehen zunächst die Werkaufträge aus Deutschland 8.00 Uhr und der harmonisierte Verbraucherpreisindex um 14.00 Uhr an.
Am Nachmittag reihen sich dann wieder Daten aus den USA auf. Beginnend mit den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung um 14.30 Uhr und der parallel veröffentlichen US-Handelsbilanz.
Um 16.00 Uhr folgt dann der ISM Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe sowie für die Nicht-Produktion bezahlte Preise und deren Auftragseingänge.
Damit wünsche ich uns zum Start des Handels am Deutschen Aktienmarkt viel Erfolg.
Dein Andreas Bernstein
RISK-DISCLAIMER - Risikohinweis & Haftungsausschluss
Die JFD Bank bietet ausschließlich beratungsfreie Dienstleistungen an. Der Inhalt dieser Analyse enthält keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf auch nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten oder -produkten dar. Die JFD Bank haftet nicht für Schäden, welche auf einzelne Kommentare und Aussagen auf Analysen von der JFD Bank zurückzuführen wären / sind und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des dargestellten Inhaltes. Somit trägt der Anleger ausschließlich alleinverantwortlich das Risiko für seine Anlageentscheidungen.
Die dargestellten Analysen und Kommentare enthalten keine Berücksichtigung Ihrer persönlichen Investitionsziele, Ihrer finanziellen Verhältnisse oder Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht gemäß der gesetzlichen Vorschriften für Finanzanalysen erstellt und muss daher vom Leser als Marketinginformation angesehen werden. Die JFD Bank untersagt die Vervielfältigung oder Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung.
FX und CFDs sind gehebelte Produkte. Sie sind nicht für jeden Anleger geeignet, da sie ein hohes Maß an Risiko für Ihr Kapital bergen und dieses verlieren können. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Risiken verstehen.
Hinweis:
Bei den Inhalten, die wir zur Verfügung stellen, handelt es sich nicht um Anlageberatung oder Anlageempfehlungen (und sie sollten auch nicht als solche verstanden werden). Sie stellen in keiner Art und Weise eine Einladung dar, finanzielle Instrumente oder Produkte zu erwerben. Die JFD-Unternehmensgruppe sowie deren Partner, Agenten, Direktoren, leitende Angestellte und Mitarbeiter sind nicht für Schäden verantwortlich, die durch individuelle Kommentare oder Aussagen von JFD-Analysten verursacht werden könnten und sie übernimmt keine Verantwortung im Hinblick auf die Vollständigkeit und Richtigkeit der präsentierten Inhalte. Der Investor ist allein verantwortlich für das Risiko seiner Anlageentscheidungen. Daher sollten Sie, falls Sie es für notwendig erachten, relevanten, unabhängigen Rat bezüglich der von Ihnen beabsichtigten Investments einholen. Die präsentierten Analysen und Kommentare berücksichtigen weder Ihrer persönlichen Anlageziele noch Ihre finanziellen Umstände und Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen an Finanzanalysen angefertigt und muss daher vom Leser als Marketing-Information verstanden werden. JFD untersagt die Vervielfältigung oder Publikation ohne ausdrückliche Genehmigung.
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente und bergen aufgrund des Hebels ein hohes Risiko für schnelle Verluste. 68,02 % aller Privatanlegerkonten verlieren beim Handel von CFDs mit dem Unternehmen Geld. Denken Sie bitte nach, ob Sie über genügend Verständnis von CFDs verfügen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Kapitalverlustrisiko einzugehen. Bitte lesen Sie den vollständigen Risikohinweis (https://www.jfdbank.com/de/rechtliches/risikohinweis)

