Der Abverkauf am Freitag dominierte das Wochengeschehen und führte zu einem Wochenminus, welches vorrangig am letzten Handelstag erzielt wurde:

dax handelstage bis 21.01.2022
Dabei markierte der Index ein neues Verlaufstief, sozusagen ein Wochen-, Monats- und Jahrestief zugleich. Neben den bekannten Inflationssorgen und der Ernüchterung auf den Ausblick von Netflix, der mit den Quartalszahlen am Donnerstagabend vor allem im Technologiesektor für eine "Schockwelle" führte, verschärfte sich der Konflikt rund um die Ukraine. Es könnte ein Politikum werden, wenn sich die USA hier positioniert und erste Sanktionen gegen Russland folgen.
Im Chartbild blieb die Frage zurück, ob es auf die Kursverluste eine Gegenbewegung gibt und ab wann. Immerhin deckeln von der Oberseite her mehrere Gaps das Chartgeschehen:

DAX XETRA Wochenausklang_JFD
Mittelfristig sind wir zurück in der großen Handelsspanne zwischen 15.800 auf der Oberseite und 15.300 bzw. den 15.000er-Bereich auf der Unterseite:

DAX-Xetra Tageschart_JFD
Der Abwärtstrend ab dem knappen neuen Allzeithochversuch ist nicht zu übersehen und brach am Donnerstag nicht. Damit haben wir hier drei Anlaufpunkte dieser Linie:

DAX Xetra Mittelfristig
Wie ebenfalls markiert ist, könnte der 15.400er-Bereich nun erst einmal eine Unterstützung bieten. In den Wochenendindikationen bei einigen Brokern sah man diese Marke. Schliesslich kam es in den USA am Freitagabend zu einer weiteren Verkaufswelle.
Im XETRA-Markt war davon noch nichts zu sehen:
|
Eröffnung |
15.694,82 |
|
Tageshoch |
15.728,29 |
|
Tagestief |
15.465,29 |
|
Vortageskurs |
15.912,33 |
|
Schlusskurs |
15.603,88 |
Was blieb davon am Montagmorgen zurück?
Der weitere Abverkauf mit neuen Verlaufstiefs an Nasdaq und Wall Street hat sich im Endloskontrakt des DAX ebenfalls gezeigt. Wir notierten weit unter dem XETRA-Tief und markierten am Abend noch ein ein neues Verlaufstief. Doch davon machte sich der DAX im Nachthandel etwas los:

20220124 Nachtbörse im DAX
Diese Stabilisierung führte noch nicht zu einem Aufholen der Verluste gegenüber Freitagabend, aber zumindest zu einem ersten zögerlichen Long-Signal mit der Überschreitung der ersten Abwärtstrendlinie:

20220124 Endloskontrakt DAX letzte Woche
Daraus könnte ein weiterer Pullback entstehen. Die blaue Zone war bereits in der Vorwoche als Tagestief markiert worden:

20220124 Endloskontrakt DAX Ziel
Untermauert werden müsste dies dann spätestens am Nachmittag mit einer Stabilisierung in den USA. Von daher blicken wir heute morgen auch auf Nasdaq und Bitcoin.
Was macht der Nasdaq im Nachthandel?
Beim Blick auf den Nasdaq gab es in der Wochenanalyse bereits den Hinweis auf die 15.400. Nach einem Abschwung von mehr als 2.000 Punkten ab dem Rekordhoch keimt dort für Charttechniker die Hoffnung auf, eine kurzfristige Bodenbildung zu vollziehen:

Nasdaq-100 im Tageschart
In der Tat zeigt sich dies im Nachthandel. Der Nasdaq-Future hat sich erst einmal abgedrückt und bereits jetzt mehr als 100 Punkten Gegenbewegung gezeigt:

20220124 Nasdaq-100 Nachthandel
Das Kapital wartet meines Erachtens auf lukrative Chancen bei den Technischen-Werten. Denn im Bitcoin ist es nicht zu finden.
Blick auf den Bitcoin zum Wochenstart
Bei der bekanntesten Kryptowährung ist weiterhin ein Support zu vermissen. Die 35.000er-Marke könnte daher nur eine Zwischenstation zum großen Support um 29.000 / 30.000 US-Dollar sein:

20220124 Bitcoin BTC_USD
Es geht dann auch im Livetradingroom um 15.30 Uhr ausführlich weiter, zu Forex, Kryptos und weiteren Aktien mit Marcus Klebe.
Welche Termine stehen noch an?
Wirtschaftstermine zum Wochenstart
Aus dem Wirtschaftskalender sind heute vor allem die Markit PMI Daten spannend.
Sie erstrecken sich wieder rund um den Globus und starten zunächst 9.30 Uhr für Deutschland, 10.00 Uhr für die EU und 10.30 Uhr für Grossbritannien.
Der Einkaufsmanager für Dienstleistungen und für das verarbeitende Gewerbe sind dabei ebenfalls mit auf der Agenda.
Zusätzlich werden 15.45 Uhr die gleichen Daten für den US-Markt veröffentlicht. Damit ist für genug Aufregung zum Wochenstart gesorgt.
Weitere Quartalszahlen aus den USA können den Markt heute beeinflussen.
Damit wünsche ich uns zum Start in diesen neuen Handelstag viel Erfolg.
Dein Andreas Bernstein
RISK-DISCLAIMER - Risikohinweis & Haftungsausschluss
Die JFD Bank bietet ausschließlich beratungsfreie Dienstleistungen an. Der Inhalt dieser Analyse enthält keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf auch nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten oder -produkten dar. Die JFD Bank haftet nicht für Schäden, welche auf einzelne Kommentare und Aussagen auf Analysen von der JFD Bank zurückzuführen wären / sind und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des dargestellten Inhaltes. Somit trägt der Anleger ausschließlich alleinverantwortlich das Risiko für seine Anlageentscheidungen.
Die dargestellten Analysen und Kommentare enthalten keine Berücksichtigung Ihrer persönlichen Investitionsziele, Ihrer finanziellen Verhältnisse oder Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht gemäß der gesetzlichen Vorschriften für Finanzanalysen erstellt und muss daher vom Leser als Marketinginformation angesehen werden. Die JFD Bank untersagt die Vervielfältigung oder Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung.
FX und CFDs sind gehebelte Produkte. Sie sind nicht für jeden Anleger geeignet, da sie ein hohes Maß an Risiko für Ihr Kapital bergen und dieses verlieren können. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Risiken verstehen.
Hinweis:
Bei den Inhalten, die wir zur Verfügung stellen, handelt es sich nicht um Anlageberatung oder Anlageempfehlungen (und sie sollten auch nicht als solche verstanden werden). Sie stellen in keiner Art und Weise eine Einladung dar, finanzielle Instrumente oder Produkte zu erwerben. Die JFD-Unternehmensgruppe sowie deren Partner, Agenten, Direktoren, leitende Angestellte und Mitarbeiter sind nicht für Schäden verantwortlich, die durch individuelle Kommentare oder Aussagen von JFD-Analysten verursacht werden könnten und sie übernimmt keine Verantwortung im Hinblick auf die Vollständigkeit und Richtigkeit der präsentierten Inhalte. Der Investor ist allein verantwortlich für das Risiko seiner Anlageentscheidungen. Daher sollten Sie, falls Sie es für notwendig erachten, relevanten, unabhängigen Rat bezüglich der von Ihnen beabsichtigten Investments einholen. Die präsentierten Analysen und Kommentare berücksichtigen weder Ihrer persönlichen Anlageziele noch Ihre finanziellen Umstände und Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen an Finanzanalysen angefertigt und muss daher vom Leser als Marketing-Information verstanden werden. JFD untersagt die Vervielfältigung oder Publikation ohne ausdrückliche Genehmigung.
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente und bergen aufgrund des Hebels ein hohes Risiko für schnelle Verluste. 68,02 % aller Privatanlegerkonten verlieren beim Handel von CFDs mit dem Unternehmen Geld. Denken Sie bitte nach, ob Sie über genügend Verständnis von CFDs verfügen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Kapitalverlustrisiko einzugehen. Bitte lesen Sie den vollständigen Risikohinweis (https://www.jfdbank.com/de/rechtliches/risikohinweis)

