Wochenausblick: Arbeitsmarktdaten und Konjunktursignale im Fokus
Die kommende Handelswoche rückt besonders die US-Arbeitsmarktdaten in den Vordergrund. Neben dem vielbeachteten US-Arbeitsmarktbericht (NFP) stehen die ISM-Indizes für das verarbeitende Gewerbe sowie den Dienstleistungssektor im Mittelpunkt. Ergänzt wird der Datenkalender durch die kanadischen Arbeitsmarktzahlen, den vorläufigen Verbraucherpreisindex aus der Eurozone sowie die britischen Einzelhandelsumsätze.
Montag startet ruhiger aufgrund des Labor Day in den USA, während aus Asien Daten wie der chinesische Caixin-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht werden. Am Dienstag richtet sich der Blick auf die Inflationsdaten der Eurozone sowie den ISM Manufacturing PMI. Mittwoch bringt mit dem ADP-Arbeitsmarktbericht, den endgültigen PMI-Zahlen für den Dienstleistungssektor sowie US-Auftragseingängen weitere Impulse. Am Donnerstag folgt der ISM Services PMI, bevor am Freitag die Woche mit gleich mehreren Highlights endet: dem US-Arbeitsmarktbericht, den kanadischen Jobdaten, dem britischen Einzelhandel und den Wachstumszahlen der Eurozone.
Beim ISM Manufacturing PMI wird ein Vergleich mit dem S&P Global PMI gezogen, der zuletzt auf ein 39-Monatshoch kletterte und damit eine deutliche Verbesserung der Industrieaktivität signalisierte. Steigende Auftragseingänge und Beschäftigung sprechen für robuste Nachfrage, auch wenn geopolitische Risiken und höhere Kosten weiterhin als Belastung wahrgenommen werden.
Der ISM Services PMI zeigte zuletzt eine leichte Abkühlung, signalisiert aber weiterhin solides Wachstum. Besonders hervorzuheben sind die gestiegenen Verkaufspreise, die den anhaltenden Inflationsdruck widerspiegeln. Die Nachfrage im Dienstleistungssektor bleibt jedoch robust, gestützt durch Exporte und ein stabiles Konsumverhalten.
Im Mittelpunkt steht am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht (NFP). Analysten erwarten einen Zuwachs von rund 75.000 Stellen im August, nach 73.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht auf 4,3 % steigen. Für die Löhne wird ein Anstieg um 0,3 % im Monatsvergleich prognostiziert. Diese Zahlen sind besonders relevant für die Geldpolitik der US-Notenbank. Nach den jüngsten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell bei Jackson Hole rechnen viele Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung im September – die Wahrscheinlichkeit liegt laut Terminmärkten bei rund 85 %.
Insgesamt dürfte die Woche entscheidend dafür sein, ob die Marktteilnehmer ihre Zinssenkungserwartungen bestätigen oder anpassen. Arbeitsmarktsignale, gekoppelt mit den ISM-Daten, werden somit den Ton für die Handelswoche angeben.

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