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US-Dollar unter Druck: Was kommt als Nächstes?

US-Dollar unter Druck: Was kommt als Nächstes?

2025/04/17
07:41
Marcus Klebe

Marcus Klebe

JFD Research, Technical Analysis

US-Dollar unter Druck: Was kommt als Nächstes?
Die Zweifel an der wirtschaftlichen Stärke der USA nehmen zu – und der Dollar gerät zunehmend unter Druck.

US-Präsident Trump hat am 9. April wie angekündigt Zölle auf Importe aus zahlreichen Ländern verhängt. Doch bereits wenige Stunden später folgte per Truth Social die Rolle rückwärts: eine 90-tägige „Pause“ sowie eine abgeschwächte Gegenzoll-Regelung. Die Reaktion der Märkte? Begeistert. Aktienindizes wie S&P 500, Nasdaq und Dow Jones zogen deutlich an – ebenso wie andere risikofreudige Anlageklassen. Trump feierte das Ganze als Erfolg und verwies auf die Gewinne zweier CEOs.

Parallel dazu verschärfte sich der Handelskonflikt mit China erneut. Beide Länder erhöhten ihre Zölle auf fast schon lähmende Niveaus. Das Vertrauen der Anleger wurde kurzfristig erschüttert – die Unsicherheit bleibt.

Wie Reuters berichtet, sorgt dieses Hin und Her in der Zollpolitik für Zurückhaltung in der Wirtschaft. Viele Unternehmen verschieben Investitionen oder verzichten ganz auf neue Prognosen. Die Folge: Der Dollar-Index (DXY) fällt weiter, da Trader zunehmend auf einen stärkeren Euro setzen – auch gestützt durch den jüngsten Ausbruch aus einem langfristigen Abwärtstrend.

Selbst Beteuerungen aus dem US-Finanzministerium, man halte weiterhin an einer starken-Dollar-Politik fest, konnten daran wenig ändern.
Derzeit dominiert an den Märkten die Überzeugung, dass die US-Konjunktur an Fahrt verliert. Die Erwartung: Noch in diesem Jahr könnten bis zu vier Zinssenkungen durch die Fed folgen. Im Fokus steht daher die bevorstehende Rede von Fed-Chef Jerome Powell – gibt er einen klaren Ausblick?

Ein zentraler Punkt bleibt: Die Fed zögert mit weiteren Zinssenkungen vor allem wegen der Inflationsrisiken – verständlich, denn neue Zölle treiben tendenziell die Verbraucherpreise. Hoffnung besteht darin, dass die Zölle gleichzeitig die Nachfrage bremsen und so einen Teil des Preisdrucks abfedern.

Wie tief kann der Dollar noch fallen?
Während Trumps erster Amtszeit fiel der DXY zeitweise unter die Marke von 89 – ein Rückgang in diese Regionen ist also nicht ausgeschlossen. Allerdings könnte ein Rückgang der US-Importe infolge der Zölle mittelfristig die Nachfrage nach Fremdwährungen senken – was den Dollar stützen würde. Doch das dürfte erst verzögert Wirkung zeigen.

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