Auf den DAX-Rekord folgte der Abverkauf
Auf eine ruhige Phase vor Ostern mit wenig Volatilität folgte ein starker Rücklauf. Dies war die Voraussetzung aus der Morgenanalyse vom 02.04.2024 (Rückblick):

Zunächst wurde ein neues Verlaufshoch und damit ein neues Allzeithoch erzielt. Doch das aufkommende Momentum zur Unterseite hin war erkennbar und zog einen ersten Trade am Morgen per Stopp-Sell-Order nach sich:

Nach einem erneuten Re-Test der Hochs folgte dann ein stärkerer Rücksetzer, der sich bis unter die Vorwochentiefs zog und kaum eine Gegenreaktion im Chart erkennen ließ:

Da sich an der Wall Street ebenfalls die Verkäufe häuften, insbesondere nach den schwachen Tesla-Auslieferungszahlen, gab es auch am Nachmittag wenig Kaufinteresse zu sehen.
Anhand der Daten der Börse Frankfurt zeigt sich ein Minus von über einem Prozent und ein Schlusskurs nahe der Tagestiefs:

Einen solch starken Abverkauf hatten wir über den ganzen Monat März nicht gesehen, wie die Handelsdaten noch einmal verdeutlichen:

Übergeordnet sollte jedoch noch nicht auf Panik umgeschaltet werden, auch wenn der Intraday-Verlauf danach ausschaute. Denn wir sind weiterhin in den größeren Trendlinien verankert und haben diese im mittelfristigen Chartbild nicht gebrochen:

Kurzfristig ist die 18.250 Uhr aus meiner Sicht eine wichtige erste Unterstützung zur Wochenmitte:

Welche ersten Impulse generierte die Wall Street und was zeigt die DAX-Vorbörse heute an?
Noch ein roter Wall Street Handelstag und die DAX-Vorbörse
Nach dem schwachen Wochenstart an der Wall Street folgte noch ein Tag mit Abgaben. Dieser führte im Nasdaq zum Trendbruch und der Berührung der 18.000er-Schwelle, welche jedoch verteidigt wurde. Im Rücklauf an die Trendlinie ist nun die Frage im Raum, ob dies nur ein Pullback auf dem weiteren Weg nach unten darstellt, oder ob wir hier einen Drehpunkt ausbilden:

Anbei der Blick auf die internationalen Indizes am Morgen mit durchweg negativen Vorzeichen, die sich auch in Asien fanden:

Damit notiert die DAX-Vorbörse ohne Euphorie aber auch ohne Panik in der Nähe der Vortagestiefs und versucht dort einen Boden auszubilden:

In Kombination mit dem Xetra-Chartbild und der dort skizzierten 18.250 könnte sich der Markt zumindest stabilisieren und einen Gegenbewegung starten. Für JFD-Kurse sind dabei 18.375 Punkte als Zielmarke realistisch.
Auf welche Termine ist im heutigen Handel zu achten?
Termine für Mittwoch 03.04.2024
Am Vormittag stehen die Verbraucherpreise der EU um 11.00 Uhr im Mittelpunkt. Zur Mittagszeit werden dann mit Spannung die ADP-Daten des privaten Job-Sektors aus den USA um 14.15 Uhr erwartet. Sie geben weitere Aufschlüsse zur Verfassung des US-Arbeitsmarktes.
Am Nachmittag folgten dann noch der S&P Global PMI Gesamtindex und der ISM für die Nicht-Produktion und das verarbeitende Gewerbe.
Damit wünsche ich uns im Handel vorab viel Erfolg.
Dein Andreas Bernstein
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