Die bevorstehende Woche startet relativ ruhig in Bezug auf geplante Wirtschaftsdaten, jedoch bleiben die Märkte wachsam gegenüber möglichen überraschenden Ankündigungen der US-Regierung, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Vergeltungszölle.
Am Montag finden in Kanada die Bundestagswahlen statt. Am Dienstag werden in den USA der JOLTS-Bericht über offene Stellen sowie der Verbrauchervertrauensindex des Conference Board veröffentlicht.
Am Mittwoch richtet sich der Fokus auf Australien, wo wichtige Inflationsdaten erscheinen. In den USA werden gleichzeitig die ADP-Beschäftigungsänderung außerhalb der Landwirtschaft, das vorläufige BIP (Quartalsvergleich) und der Kern-PCE-Preisindex (Monatsvergleich) veröffentlicht.
Am Donnerstag steht die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) im Mittelpunkt. In Europa bleiben die Märkte aufgrund des Tags der Arbeit geschlossen. In den USA erscheinen zudem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe.
Am Freitag liegt der Fokus ganz auf dem US-Arbeitsmarkt: Veröffentlichungen sind durchschnittliche Stundenlöhne (Monatsvergleich), Beschäftigungsänderung außerhalb der Landwirtschaft und Arbeitslosenquote.
Verbrauchervertrauen in den USA
Die Prognose für den Verbrauchervertrauensindex des Conference Board liegt bei 87,4 Punkten, ein Rückgang gegenüber dem Vormonat (92,9).
Hauptgründe für den Rückgang sind die Sorge um tarifbedingte Preisanstiege sowie negative Auswirkungen der Börsenschwäche auf Vermögen und Sparguthaben der Haushalte.
Inflationsentwicklung in Australien
Für das australische CPI (Quartalsvergleich) wird ein Anstieg von 0,8 % erwartet (zuvor 0,2 %). Das CPI (Jahresvergleich) wird bei 2,3 % prognostiziert, nach 2,4 % zuvor. Der bereinigte Mittelwert (Trimmed Mean CPI, Quartalsvergleich) wird bei 0,6 % erwartet, leicht höher als die vorherigen 0,5 %.
Analysten betonen, dass staatliche Maßnahmen wie Energiekostenzuschüsse diesmal voraussichtlich keinen spürbaren Einfluss auf die Zahlen haben werden.
Der Trimmed Mean CPI — eine zentrale Messgröße für die Kerninflation — dürfte um 0,6 % steigen und den annualisierten Wert auf 2,8 % senken. Damit bleibt die Kerninflation komfortabel innerhalb des Zielkorridors der RBA, wobei die Risiken leicht nach oben tendieren.
Wachstumsaussichten für das US-BIP
Für das vorläufige US-BIP (Quartalsvergleich) wird ein drastischer Rückgang auf 0,4 % erwartet, nach 2,4 % im Vorquartal.
Nach einer Phase robusten Wachstums, hauptsächlich getragen von starkem Konsum, rechnet man nun mit einer deutlichen Abschwächung – manche Prognosen sehen das jährliche Wachstum für das erste Quartal 2025 sogar nur bei 0,1 %.
Ein Anstieg der Importe im Vorfeld erwarteter Zollerhöhungen wird voraussichtlich das BIP belasten, während Lageraufbauten etwas entlastend wirken könnten.
Der Konsum war zu Jahresbeginn schwach, erholte sich aber im März dank besserem Wetter und Vorzieheffekten durch drohende Preiserhöhungen.
Die Unternehmensinvestitionen zeigen erste Erholungstendenzen, hauptsächlich getrieben von Flugzeugbestellungen, während die allgemeinen Ausrüstungsinvestitionen weiterhin schwach bleiben. Der Wohnungsbau dürfte angesichts hoher Immobilienpreise und großer Lagerbestände verhalten bleiben.
Ausblick auf die Geldpolitik der Bank of Japan
Es wird allgemein erwartet, dass die BoJ ihren Leitzins bei 0,50 % belässt. Die Währungshüter dürften angesichts eines gemischten wirtschaftlichen Umfelds eine vorsichtige "Abwarten-und-Beobachten"-Strategie verfolgen: solider Binnenkonsum und eine Inflation über 2 %, jedoch zunehmende externe Unsicherheiten wie US-Handelspolitik und Yen-Stärke.
Besonderes Augenmerk liegt auf den aktualisierten Wirtschaftsprognosen der BoJ, insbesondere auf möglichen Anpassungen der Inflations- und Wachstumsprognosen. Ein weiterer Zinsschritt im späteren Jahresverlauf bleibt möglich.
Entwicklung im US-Industriesektor
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wird voraussichtlich von 49,0 auf 48,0 Punkte sinken und damit weiter im Bereich einer Schrumpfung verbleiben.
Die US-Industrie leidet unter hohen Zinsen, schwacher Nachfrage und erneuten Zollängsten. Regionale Fed-Umfragen deuten auf schwächere Auftragseingänge und steigende Rohstoffkosten hin, insbesondere bei Importgütern wie Stahl und Aluminium.
In diesem Umfeld dürften Investitionen und Neueinstellungen weiterhin gedämpft bleiben.
Arbeitsmarktausblick für die USA
Die Prognose für die durchschnittlichen Stundenlöhne (Monatsvergleich) liegt bei +0,3 % – unverändert gegenüber dem Vormonat.
Für die Beschäftigungsänderung außerhalb der Landwirtschaft werden 129.000 neue Stellen erwartet, nach 228.000 im Vormonat.
Die Arbeitslosenquote soll stabil bei 4,2 % bleiben.
Obwohl die Dynamik am Arbeitsmarkt abnimmt, bleiben Massenentlassungen bislang aus, was die Arbeitslosenquote stützt.
Hauptgründe für die Verlangsamung sind Unsicherheiten durch Veränderungen in der Handelspolitik sowie eingefrorene Mittel auf Bundesebene, die die Einstellungsbereitschaft bremsen.

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