Langfristige US-Staatsanleihen schlagen weiter Alarm 30-jährige Renditen steigen erneut – aktuell bei 4,91 %
Wenn du ein Gespür dafür bekommen willst, wie nervös die Märkte wirklich sind, dann schau auf den Anleihemarkt – und zwar auf das lange Ende der Kurve. Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen steigen wieder, was die Risikostimmung deutlich unter Druck setzt, während sich die neue Handelswoche einpendelt.
Aktuell verlieren Trader und Investoren zusehends das Vertrauen in kurzfristige Fortschritte bei den Handelsgesprächen – und US-Vermögenswerte stehen deshalb ordentlich unter Beschuss.
Zur Erinnerung: Es war nicht der Aktienmarkt, sondern der Anleihemarkt, der Trump vor Kurzem zum Einlenken bei den Zöllen brachte. Zwei chaotische Wochen später stehen wir aber praktisch wieder da, wo wir schon vorher waren. Am 10. April, als die 30-jährigen Renditen ebenfalls bei 4,90 % lagen, hieß es noch:
„Wie wir wissen, war es der Anleihemarkt – nicht der Aktienmarkt –, der ihn dazu gebracht hat, bei seinen wechselseitigen Zöllen zurückzurudern.“
Und trotzdem steigen die Treasury-Renditen weiter – die Märkte schreien förmlich auf. Was passiert als Nächstes?
Im Grunde spielen wir gerade ein Spiel namens „Wer weicht zuerst aus?“ – mit Trump, China oder der US-Notenbank als Hauptakteuren.
Wer zuerst einknickt? Auf China zu setzen, wäre gewagt – ihre Reaktion bisher zeigt wenig Bereitschaft zum Nachgeben. Damit bleibt das Duell: Trump vs. Fed.
Aktuell ist das schwer vorherzusagen. Sollte Powell & Co. mit Notkäufen von Staatsanleihen eingreifen, gäbe es wohl kurzfristige Erleichterung. Aber: Das würde Trump gleichzeitig ermutigen, seinen Zollkurs weiterzufahren. Am besten für die Märkte wäre wohl, wenn Trump nochmals zurückrudert – besonders, wenn er zum Hörer greift und in Peking anruft.

Quelle: www.cnbc.com
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