Marktausblick für die Woche vom 9. bis 13. Juni
Im Fokus: Arbeitsmarktdaten aus dem Vereinigten Königreich und Inflationsdaten aus den USA
In der kommenden Woche dürfte es insgesamt ruhiger zugehen – wie so oft nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten (NFP). Zudem ist der Montag in vielen europäischen Ländern wegen Pfingstmontag ein Feiertag, was das Handelsvolumen weiter reduziert.
Am Dienstag stehen in Australien die Zahlen zum Westpac-Verbrauchervertrauen an. Im Vereinigten Königreich werden gleichzeitig wichtige Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, darunter der Durchschnittsverdienst über drei Monate (3m/y), die Veränderung der Arbeitslosenanträge (Claimant Count Change) sowie die Arbeitslosenquote.
Am Mittwoch richtet sich der Fokus dann auf die Inflationsdaten aus den USA. Am Donnerstag folgen das britische monatliche BIP (m/m) sowie in den USA die Erzeugerpreise (PPI m/m) und die wöchentlichen Arbeitslosenanträge.
Zum Wochenausklang am Freitag werden in den USA die vorläufigen Daten zum Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan (UoM) sowie die Inflationserwartungen veröffentlicht.
Australien:
Der Westpac-Verbrauchervertrauensindex war zuletzt um 2,2 % gestiegen – eine Erholung nach vorangegangenen Rückgängen, die mit Sorgen über Zölle zusammenhingen. Die neue Erhebung berücksichtigt nun einige wichtige Entwicklungen: eine Zinssenkung der RBA um 25 Basispunkte, eine optimistischere Inflationsprognose sowie enttäuschende Wirtschaftsdaten für das erste Quartal, die laut Westpac auf anhaltende wirtschaftliche Schwäche hindeuten.
Hinzu kommt eine gewisse Stabilisierung an den Finanzmärkten seit April, was ebenfalls das Konsumklima stützen dürfte.
Vereinigtes Königreich:
Die Konsensprognose für den Durchschnittsverdienst liegt bei 5,3 % (zuvor 5,5 %). Die Zahl neuer Arbeitslosenanträge wird auf +9.500 geschätzt (vorher +5.200), und die Arbeitslosenquote dürfte von 4,5 % auf 4,6 % steigen.
Analysten warnen weiterhin, dass die Zuverlässigkeit der britischen Arbeitsmarktdaten durch Erhebungsprobleme beeinträchtigt ist. Dennoch zeigt der Trend klar eine Abkühlung am Arbeitsmarkt – auch das Lohnwachstum dürfte sich in den kommenden Monaten weiter verlangsamen. Die Bank of England wird voraussichtlich erst im November erneut an der Zinsschraube drehen.
USA – Verbraucherpreise (CPI):
Für die Kerninflation (Core CPI m/m) wird ein Anstieg um 0,3 % erwartet (zuvor 0,2 %). Die Gesamtinflation (Headline CPI m/m) dürfte unverändert bei 0,2 % liegen, während die jährliche Rate (CPI y/y) von 2,3 % auf 2,5 % steigen könnte.
Diese Daten werden als wichtiger Hinweis darauf gesehen, wie stark sich die neuen US-Zölle auf die Verbraucherpreise auswirken. Besonders im Fokus stehen dabei Warengruppen wie Haushaltsgeräte, Freizeitartikel und IT-Equipment. Analysten von Wells Fargo betonen, dass derzeit gutes Bestandsmanagement und Kundenbindung dabei helfen, die unmittelbaren Preissteigerungen abzufedern.
Insgesamt wird kurzfristig mit steigender Inflation gerechnet, wenngleich der genaue Verlauf noch ungewiss ist. Die US-Notenbank (Fed) wird bei ihrer nächsten Sitzung wohl keine Zinssenkung vornehmen.
USA – Erzeugerpreise (PPI):
Für den Kern-PPI (m/m) rechnen Analysten mit einem Anstieg um 0,3 % (zuvor –0,4 %), während der Gesamt-PPI (m/m) voraussichtlich um 0,2 % zulegen wird (zuvor –0,5 %).
Der deutliche Rückgang der Gesamtrate im Vormonat war einer der stärksten seit Anfang 2020. Dies könnte laut Wells Fargo die tatsächlichen inflationären Effekte durch die Zölle verschleiern. Tatsächlich stiegen die Preise für Kernprodukte zuletzt um 0,4 % – doppelt so stark wie der Durchschnitt der letzten zwei Jahre –, was auf zunehmende Kostenweitergaben der Produzenten hindeutet.
Gleichzeitig sank die Handelsspanne im Dienstleistungssektor um 1,6 % – ein Zeichen dafür, dass die Margen unter Druck stehen und Unternehmen gezwungen sind, schwierige Preisentscheidungen zu treffen. Für diese Woche wird mit einer gewissen Erholung gerechnet, doch Unsicherheit über Kosten- und Nachfragedruck bleibt bestehen.
RISK-DISCLAIMER - Risikohinweis & Haftungsausschluss
JFD Brokers bietet ausschließlich beratungsfreie Dienstleistungen an. Der Inhalt dieser Analyse enthält keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf auch nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten oder -produkten dar. JFD Brokers haftet nicht für Schäden, welche auf einzelne Kommentare und Aussagen auf Analysen von der JFD Brokers zurückzuführen wären / sind und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des dargestellten Inhaltes. Somit trägt der Anleger ausschließlich alleinverantwortlich das Risiko für seine Anlageentscheidungen.
Die dargestellten Analysen und Kommentare enthalten keine Berücksichtigung Ihrer persönlichen Investitionsziele, Ihrer finanziellen Verhältnisse oder Bedürfnisse. Der Inhalt wurde nicht gemäß der gesetzlichen Vorschriften für Finanzanalysen erstellt und muss daher vom Leser als Marketinginformation angesehen werden. JFD Brokers untersagt die Vervielfältigung oder Veröffentlichung ohne ausdrückliche Genehmigung.
FX und CFDs sind gehebelte Produkte. Sie sind nicht für jeden Anleger geeignet, da sie ein hohes Maß an Risiko für Ihr Kapital bergen und dieses verlieren können. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Risiken verstehen.
Hinweis:
Die präsentierten Analysen und Kommentare berücksichtigen weder Ihrer persönlichen<span style="mso-ascii-font-family: Calibri; mso-fareast-font-family: Calibr

