Die US-Notenbank Federal Reserve befindet sich derzeit in einer besonders heiklen Phase geldpolitischer Orientierung. Nach Monaten wirtschaftlicher Unsicherheit, einem teilweisen Regierungs-Shutdown und anhaltenden Auswirkungen der Handelszölle steht die Frage im Raum, ob die Fed bei ihrer nächsten Sitzung Ende Oktober die Zinsen erneut senken wird.
Fed-Gouverneur Musalem betonte jüngst, er könne eine weitere Zinssenkung unterstützen, sofern sich die Risiken für den Arbeitsmarkt erhöhen und die Inflation weiter unter Kontrolle bleibt. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, einem vorgezeichneten Kurs zu folgen – die Fed müsse „von Sitzung zu Sitzung“ entscheiden und besonders vorsichtig agieren.
Der Arbeitsmarkt zeigt nach wie vor solide Zahlen, auch wenn sich das Beschäftigungswachstum abkühlt. Musalem sprach davon, dass der sogenannte „Break-even“ für stabile Beschäftigung bei 30.000 bis 80.000 neuen Jobs pro Monat liegt. Selbst negative Payroll-Zahlen könnten kurzfristig verkraftbar sein, ohne dass die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigt.
Inflation bleibt weiterhin das zentrale Thema. Obwohl sich die Teuerung leicht abgeschwächt hat, ist sie im Dienstleistungssektor nach wie vor hoch. Die Fed sieht sich klar dem 2%-Ziel verpflichtet, rechnet aber erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 mit einer nachhaltigen Rückkehr in diesen Bereich.
Die Handelszölle wirken sich laut Musalem zunehmend belastend auf Konsumenten und Unternehmen aus – insbesondere der Einzelhandel steht unter Druck, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Trotzdem bleiben die finanziellen Bedingungen aktuell eher locker, was die Notwendigkeit einer aggressiven Zinssenkung derzeit begrenzt.
Insgesamt deutet alles darauf hin, dass die Fed beim nächsten Treffen am 30. Oktober einen vorsichtigen Ton anschlagen wird. Eine Zinssenkung ist möglich, aber kein Selbstläufer – zu groß ist die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung und die politischen Rahmenbedingungen. Der Fokus dürfte auf Stabilität liegen, nicht auf schnellen Maßnahmen.
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