ADP-Daten rücken ins Rampenlicht – Warum der nächste Bericht entscheidend werden könnte
Die nächste Veröffentlichung des ADP-Arbeitsmarktberichts könnte die wichtigste des Jahres werden. Grund dafür sind die jüngsten Revisionen im NFP-Report, die Marktteilnehmer dazu veranlassen, die Aussagekraft der ADP-Zahlen neu zu bewerten.
In der Vergangenheit haben sich ADP und NFP häufig stark voneinander unterschieden – nicht selten kam es vor, dass Märkte auf die ADP-Daten reagierten, nur um wenige Tage später von einem überraschenden NFP-Report auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Ein Beispiel dafür war der Juli: Während ADP ein Minus von 33.000 Stellen meldete, zeigte der NFP-Report einen Zuwachs von 147.000 Stellen (Erwartung: +110.000).
Doch nach den jüngsten Überarbeitungen der NFP-Daten zeigt sich: Der ADP-Bericht spiegelte den tatsächlichen Trend bei den privaten Beschäftigungszahlen deutlich besser wider. Insbesondere seit 2024 hat ADP die Entwicklung – den Anstieg im letzten Quartal 2024 und den anschließenden Rückgang 2025 aufgrund von Handelsunsicherheiten und Wachstumsängsten – präziser erfasst.
Jetzt könnte sich dieser Trend erneut drehen: Die Belastungen durch Zölle liegen hinter uns, die Erwartung künftiger Zinssenkungen könnte die Geschäftstätigkeit wieder ankurbeln.
Fed-Mitglied Waller verweist auf ADP
Besondere Aufmerksamkeit bekam ADP auch durch Äußerungen von Fed-Gouverneur Waller. In einer Rede hob er hervor, dass die Fed eigene Schätzungen zur wöchentlichen Beschäftigung auf Basis von ADP-Daten erstellt – diese decken rund 20 % der privaten Arbeitsplätze in den USA ab. Laut Waller zeigen die ADP-basierten Zahlen seit Mai/Juli eine ähnliche Tendenz wie die offiziellen Beschäftigungsstatistiken, jedoch mit klaren Hinweisen auf eine weitere Verschlechterung nach dem letzten NFP-Referenzzeitraum.
Fazit
Mit den jüngsten Revisionen der NFP-Daten und den Kommentaren der Fed hat der ADP-Bericht deutlich an Relevanz gewonnen. Der kommende Release könnte deshalb für heftige Marktbewegungen sorgen – nicht nur für den Dollar, sondern auch für Aktien, Anleihen und Gold. Trader sollten sich auf hohe Volatilität einstellen, insbesondere da der NFP-Bericht nur einen Tag später folgt.
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